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Geographic Position Information to Presence

Diplomarbeit

Die Diplomarbeit wurde im Herbstsemester 2007 während einer Dauer von 8 Wochen von Ramon Federspiel und Daniel Hartmann an der HSR erarbeitet.

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns auf.

Ausgangslage

Instant Messaging (IM) Systeme wie Yahoo, MSN oder IRC sind heutzutage vor allem in der Consumerwelt weitverbreitet. Seit einigen Jahren haben Hersteller wie IBM, Microsoft oder Cisco eigene Instant Messaging Lösungen für Firmen entwickelt. Der grosse Unterschied zu den öffentlichen IM Systemen liegt vor allem in der Möglichkeit, die â??Firmenprodukteâ?? auf sichere Art in die bestehende Infrastruktur (Active Directory, Telefonie etc.) einer Firma zu integrieren. Einer der Vorteile von IM Systemen ist die Anzeige der Verfügbarkeit von Kollegen und Mitarbeitern (online, offline, in a call etc.).

Motivation und Aufgabe

Diese Presence Information soll in der vorliegenden Diplomarbeit um Geodaten erweitert werden, damit ausgewählte Arbeitskollegen über den aktuellen Aufenthaltsort informiert werden können. Als Sensor soll ein PDA basierend auf Microsoft Windows Mobile verwendet werden. Die Client Software soll anhand mehrerer Technologien, wie sich in der â??Näheâ?? befindlichen WLAN Access Points, Blootooth Dongles, GPS Empfänger oder über GSM Zelleninformationen, an die gewünschten Positionsinformationen gelangen.

Vorgehen

Zu Beginn des Projektes galt es herauszufinden, welche Technologien und Produkte sich am besten zur Verwendung eignen. Wir waren in der Wahl des Collaborations-Servers, des Messaging-Clients sowie der Programmiersprache grundsätzlich frei, vorgeschlagen wurde uns eine Erweiterung des Microsoft Office Communicators (MOC) zur Anbindung an den Office Communications Server von Microsoft. Aufgrund von anfänglichen Schwierigkeiten bei der Erweiterung des MOC wurden weitere Clients geprüft, jedoch aufgrund von Limitierungen bei der Erweiterung wieder verworfen und zu der ursprünglichen Lösung zurückgekehrt.

In einem nächsten Schritt wurde dann ein Prototyp mit der Presence-Funktionalität und einem groben Positioning-Grundgerüst erstellt. In der nächsten Phase wurde dieser dann weiter verbessert und um die eigentliche Positionslogik auf Seite des Servers sowie um den GIS-WebService, für das standardisierte Abfragen von Geo-Informationen, und die Einspeisung der Daten ergänzt.

Ergebnisse

Das entwickelte Geo Presence System besteht aus mehreren Teilsystemen, welche zusammen die gewünschte Funktionalität bieten. Der Geo Presence Client ist für das Sammeln von Sensorinformationen sowie für die Anzeige von Geo- und Presencedaten verantwortlich, der Geo Presence Server agiert als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Komponenten und beinhaltet die Positionslogik, der GIS Server wandelt die Sensorinformationen in Geo-Koordinaten um und visualisiert diese mit Hilfe einer graphischen Landkarte auf einer Webseite.

Geo Presence System

Ausblick

Eine Einschränkung der vorliegenden Arbeit ist es, dass die GSM- und UMTS-Zellen nicht öffentlich zugänglich sind. Je mehr solcher Zellinformationen zugänglich sind, desto mehr macht ein Einsatz der Software Sinn. WLAN-Accesspoints sind teilweise bei Wigle.net oder ähnlichen Seiten erfasst. Hier würde es sich anbieten, die Software um eine Schnittstelle zu diesen Daten zu ergänzen. Zum Zeitpunkt dieser Arbeit existiert jedoch noch keine brauchbare Schnittstelle, weshalb dies letztlich nicht realisiert werden konnte.

 Eine zusätzliche Erweiterung der Arbeit wäre ein Abspeichern von noch nicht in der Datenbank erfassten Zell- und Accesspoint-Informationen, die beim Scannen mit einem GPS-Gerät übermittelt werden. Die Herausforderung wäre es dabei, von der eigenen Position auf die Position der Zellen und Accesspoints zu schliessen, was möglicherweise durch mehrmaliges Scannen und unterschiedlicher Signalstärke nach zurückgelegtem Weg angenähert werden könnte.